BaFin warnt vor HubExchange, EuroVault, Etherna & Co.
Finger tippt auf eine Tastatur mit dem Text "Online-Trading-Betrug" und einem Vorhängeschloss.

"Secure. Fast. Effortless Crypto Management":
Warnung vor mehreren nahezu identischen Plattformen

Unter dem Slogan „Secure. Fast. Effortless Crypto Management“ treten mehrere nahezu identisch aufgebaute Kryptoplattformen im Internet auf. Die Internetseiten versprechen eine einfache und sichere Verwaltung digitaler Vermögenswerte und vermitteln auf den ersten Blick den Eindruck professioneller Anbieter.

Allerdings: Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt ausdrücklich vor mehreren Plattformen aus dieser Reihe. Betroffen sind hubexchange.org, euro-vault.pro, etherna.cfd, securexchanges.com und vaultbitgov.com. Anleger, die über diese Plattformen Einzahlungen vorgenommen haben, sollten daher sehr achtsam sein.

BaFin warnt vor mehreren Plattformen

Die BaFin hat die folgenden Internetseiten ausdrücklich benannt:

  • HubExchange – hubexchange.org
  • EuroVault – euro-vault.pro
  • Etherna – etherna.cfd
  • SecurExchanges – securexchanges.com
  • Vaultbitgov – vaultbitgov.com

Nach den Feststellungen der BaFin bieten die unbekannten Betreiber über diese Internetseiten ohne die erforderliche Erlaubnis Bankgeschäfte, Finanzdienstleistungen beziehungsweise Kryptowerte-Dienstleistungen an. Die Betreiber werden nicht von der BaFin beaufsichtigt.

Für Anleger ist dies ein erhebliches Warnsignal

„Secure. Fast. Effortless Crypto Management“ – nahezu identische Websites

Besonders auffällig sind die weitreichenden Übereinstimmungen zwischen den verschiedenen Plattformen. Bereits der identische Slogan „Secure. Fast. Effortless Crypto Management“ deutet darauf hin, dass die Internetseiten nach demselben Konzept erstellt wurden.

Auch das dargestellte Leistungsangebot ähnelt sich erheblich. Beworben werden insbesondere die Verwaltung von Kryptowährungen, der Kauf und Tausch digitaler Vermögenswerte, Krypto-Transfers sowie angebliche Sicherheits- und Verwaltungsfunktionen.

Lediglich der Name des vermeintlichen Anbieters und die jeweilige Domain unterscheiden sich.

Solche nahezu identischen Websites unter ständig wechselnden Bezeichnungen sind aus unserer Erfahrung im Zusammenhang mit Online-Trading- und Kryptobetrug besonders kritisch zu betrachten. Neue Domains können vergleichsweise schnell eingerichtet werden, während bereits bekannte oder öffentlich gewarnte Internetseiten wieder verschwinden.

Angezeigte Kryptoguthaben müssen nicht tatsächlich vorhanden sein

Besondere Vorsicht ist geboten, wenn Anleger nach einer Einzahlung Zugang zu einem persönlichen Benutzerkonto erhalten und dort vermeintliche Kryptowährungen, Kontostände oder erhebliche Gewinne angezeigt werden.

Eine professionell wirkende Benutzeroberfläche ist kein Beleg dafür, dass die dargestellten Vermögenswerte tatsächlich existieren oder dass Kryptowährungen tatsächlich für den Anleger erworben wurden.

Bei betrügerischen Kryptoplattformen können Kontostände und Transaktionen lediglich innerhalb der Plattform dargestellt werden. Ob tatsächlich entsprechende Vermögenswerte vorhanden sind, zeigt sich häufig erst dann, wenn der Anleger eine Auszahlung verlangt.

Vorsicht vor Gebühren, Steuern und weiteren Zahlungen

Ein typisches Warnsignal sind zusätzliche Zahlungsforderungen unmittelbar vor einer angeblichen Auszahlung.

Betroffenen wird beispielsweise mitgeteilt, dass zunächst noch Steuern, Gebühren, Sicherheitsleistungen, Geldwäschekosten oder Kosten für eine Wallet-Verifizierung bezahlt werden müssten.

Die Aussicht auf die Auszahlung eines vermeintlich erheblichen Guthabens führt häufig dazu, dass Geschädigte nochmals Geld überweisen oder Kryptowährungen transferieren.

Gerade hiervon ist abzuraten. In Fällen von Online-Trading- und Kryptobetrug führen solche Zahlungen regelmäßig nicht zur angekündigten Auszahlung. Stattdessen werden anschließend häufig neue Gründe genannt, weshalb nochmals Geld gezahlt werden müsse.

Was sollten Betroffene unternehmen?

Wer bereits Geld oder Kryptowährungen an HubExchange, EuroVault, Etherna, SecurExchanges oder Vaultbitgov transferiert hat, sollte keine weiteren Zahlungen leisten, sämtliche vorhandenen Beweise und Unterlagen sichern und sich zügig an einen auf Online-Trading-Betrug spezialisierten Rechtsanwalt wenden. Gesichert werden sollten insbesondere Überweisungsbelege, Krypto-Transaktionsdaten, Wallet-Adressen, E-Mails, Chatverläufe, Telefonnummern und Screenshots des vermeintlichen Benutzerkontos.

Fazit:

Die BaFin warnt ausdrücklich vor mehreren nahezu identischen Kryptoplattformen, die mit dem Slogan „Secure. Fast. Effortless Crypto Management“ auftreten. Konkret betroffen sind hubexchange.org, euro-vault.pro, etherna.cfd, securexchanges.com und vaultbitgov.com.

Die Übereinstimmungen zwischen den Internetseiten und die fehlende Erlaubnis der Betreiber stellen erhebliche Warnsignale dar.
Wer bereits Geld oder Kryptowährungen an eine dieser Plattformen transferiert hat, sollte insbesondere von weiteren Zahlungen Abstand nehmen. Zudem wird empfohlen, sich möglichst zeitnah an einen spezialisierten Rechtsanwalt zu wenden.

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FAQ zu HubExchange, EuroVault, Etherna, SecurExchanges und Vaultbitgov
Häufig gestellte Fragen: 

1. Warnt die BaFin vor hubexchange.org?
Ja. Die BaFin hat hubexchange.org ausdrücklich im Zusammenhang mit unerlaubt angebotenen Bankgeschäften, Finanzdienstleistungen beziehungsweise Kryptowerte-Dienstleistungen genannt.

2. Warnt die BaFin auch vor euro-vault.pro?
Ja. Auch euro-vault.pro gehört zu den von der BaFin genannten Internetseiten dieser Plattformreihe.

3. Ist etherna.cfd seriös?
Die BaFin warnt vor etherna.cfd. Anleger sollten daher insbesondere keine weiteren Gelder oder Kryptowährungen transferieren, bevor die Hintergründe des Angebots geklärt sind.

4. Was ist über securexchanges.com bekannt?
Auch securexchanges.com wurde von der BaFin genannt. Auffällig sind zudem die erheblichen gestalterischen und inhaltlichen Parallelen zu den weiteren Plattformen dieser Reihe.

5. Welche Informationen gibt es über vaultbitgov.com?
vaultbitgov.com gehört ebenfalls zu den von der BaFin ausdrücklich genannten Internetseiten. Die Betreiber werden nicht von der BaFin beaufsichtigt.

6. Was bedeutet der Slogan „Secure. Fast. Effortless Crypto Management“?
Der Slogan wird auf mehreren nahezu identisch gestalteten Kryptoplattformen verwendet. Gerade diese Übereinstimmung ist auffällig, da unterschiedliche Anbieter unter verschiedenen Domains mit weitgehend demselben Internetauftritt auftreten.

7. Sollte ich für eine Auszahlung noch Steuern oder Gebühren bezahlen?
Bei zusätzlichen Zahlungsforderungen ist erhebliche Vorsicht geboten. Gerade bei Online-Trading- und Kryptobetrug werden angebliche Steuern, Gebühren, Sicherheitsleistungen oder Verifizierungskosten häufig verlangt, ohne dass anschließend tatsächlich eine Auszahlung erfolgt. Derartige Forderungen sollten keinesfalls ungeprüft beglichen werden. Spezialisierte Anwälte können bei der Einordnung helfen.

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