
Interactive Brokers:
Betrugsverdacht bei interactive-brokers.eu.com
Betrüger nutzen offenbar den Namen des international bekannten Brokers Interactive Brokers, um Anleger zu Zahlungen auf vermeintliche Handelskonten zu bewegen. Dabei kommen E-Mail-Adressen mit der Domain interactive-brokers.eu.com sowie eine angebliche Handelsplattform unter user.basiclienthub.com zum Einsatz.
Mit dem echten Broker Interactive Brokers haben diese Angebote nach den vorliegenden Erkenntnissen nichts zu tun. Vielmehr deutet vieles auf einen gezielten Identitätsmissbrauch im Zusammenhang mit Online-Trading-Betrug hin.
Gefälschte E-Mail-Adressen im Namen von Interactive Brokers
Die Täter treten gegenüber Anlegern als angebliche Mitarbeiter von Interactive Brokers auf. Bekannt geworden sind unter anderem folgende E-Mail-Adressen:
- finance@interactive-brokers.eu.com
- dominik.becker@interactive-brokers.eu.com
- larsen@interactive-brokers.eu.com
Unter der letztgenannten Adresse soll beispielsweise ein vermeintlicher Ansprechpartner namens „Erik Larsen“ Kontakt zu Anlegern aufgenommen haben.
Die Domain interactive-brokers.eu.com ist besonders irreführend gewählt. Durch die Verwendung des bekannten Unternehmensnamens kann leicht der Eindruck entstehen, die Nachrichten stammten tatsächlich von Interactive Brokers.
Die offizielle Internetseite des echten Brokers ist dagegen unter interactivebrokers.com erreichbar. Interactive Brokers warnt selbst vor Betrügern, die Namen, Logos und Internetauftritte des Unternehmens nachahmen, um Anleger zu täuschen.
user.basiclienthub.com als angebliche Handelsplattform
Für das vermeintliche Online-Trading wurde unter anderem die Seite user.basiclienthub.com eingesetzt. Anleger konnten sich dort offenbar in einen persönlichen Bereich einloggen und angebliche Handelspositionen, Kontostände und Gewinne einsehen.
Die Internetseite ist inzwischen nicht mehr erreichbar.
Eine erkennbare Verbindung zwischen basiclienthub.com und dem echten Broker Interactive Brokers bestand nicht. Auffällig ist zudem, dass die Domain bereits im Umfeld anderer verdächtiger Trading-Angebote verwendet wurde. Dies kann darauf hindeuten, dass dieselbe technische Infrastruktur für unterschiedliche Fake-Broker-Auftritte eingesetzt wird.
Bei Online-Trading-Betrug sind solche vermeintlichen Handelsplattformen typisch. Professionell wirkende Kursverläufe und hohe Kontoguthaben sollen Anleger häufig dazu bewegen, immer weitere Beträge einzuzahlen. Ob tatsächlich Wertpapiere oder Kryptowährungen erworben wurden, ist anhand der dargestellten Handelsoberfläche nicht feststellbar.
Interactive Brokers selbst warnt vor Identitätsmissbrauch
Auch Interactive Brokers weist auf Betrugsmaschen hin, bei denen Kriminelle den Namen des Unternehmens verwenden. Dazu gehören insbesondere gefälschte Websites sowie Personen, die sich unberechtigt als Mitarbeiter des Brokers ausgeben.
Wer von einer E-Mail-Adresse mit der Endung @interactive-brokers.eu.com kontaktiert wurde, sollte diese daher nicht mit dem echten Unternehmen verwechseln.
Gleiches gilt für Anleger, deren angebliches Handelskonto über user.basiclienthub.com geführt wurde. Nach den bislang bekannten Umständen bestehen erhebliche Anzeichen dafür, dass hier nicht Interactive Brokers, sondern unbekannte Dritte handelten.
Was sollten Betroffene unternehmen?
Betroffene sollten keine weiteren Zahlungen an die vermeintlichen Broker oder auf von diesen vorgegebene Bank- oder Kryptokonten leisten. E-Mails, Chatverläufe, Telefonnummern, Überweisungsbelege, Kryptotransaktionsdaten und vorhandene Screenshots der Handelsplattform sollten vollständig gesichert werden. Zudem sollte bestenfalls möglichst frühzeitig ein auf Trading-Betrug spezialisierter Anwalt eingeschaltet werden.
Fazit
Bei interactive-brokers.eu.com und der inzwischen abgeschalteten Plattform user.basiclienthub.com sprechen erhebliche Anhaltspunkte für einen Identitätsmissbrauch und Online-Trading-Betrug.
Der echte Broker Interactive Brokers ist dabei gerade nicht der problematische Anbieter. Vielmehr wird dessen bekannter Name offenbar genutzt, um Anleger über die tatsächliche Identität der handelnden Personen zu täuschen.
Besondere Vorsicht ist daher geboten, wenn die Kontaktaufnahme über Adressen wie finance@interactive-brokers.eu.com, dominik.becker@interactive-brokers.eu.com oder larsen@interactive-brokers.eu.com erfolgte oder ein angebliches Handelskonto über user.basiclienthub.com geführt wurde. Eine frühzeitige Prüfung des Sachverhalts durch einen Rechtsanwalt ist ratsam.
Warum HÖLLBACH Rechtsanwälte?
Unsere Kanzlei ist auf komplexe Kapitalanlagestreitigkeiten spezialisiert. Die Gründungspartner sind zugleich Fachanwälte für Bank- und Kapitalmarktrecht – mit langjähriger Erfahrung im Bereich Anlagebetrug, insbesondere im Online-Trading- und Kryptobereich. Wir vertreten regelmäßig geschädigte Anleger bundesweit - vom Einzelmandat bis hin zu großvolumigen Serienbetrugsfällen.
Unsere Arbeitsweise ist klar strukturiert: Nach einer kostenfreien Ersteinschätzung erhalten unsere Mandanten vorab ein konkretes Angebot. Erst danach entscheiden sie, ob sie uns mandatieren möchten. Uns ist wichtig: Transparenz, Effizienz und Verlässlichkeit.
Sie sind nicht allein – handeln Sie jetzt
Zögern Sie nicht, wenn Sie den Verdacht haben, Opfer eines betrügerischen Online-Brokers geworden zu sein. Je früher wir aktiv werden können, desto besser stehen die Chancen, Ihr Geld zurückzuholen. Sie müssen sich nicht selbst um Anzeigen, Rückbuchungen oder Nachforschungen kümmern. Das übernehmen wir für Sie.
Kontaktaufnahme
Kontaktieren Sie uns ganz unkompliziert über unser Kontaktformular. Wir melden uns zügig bei Ihnen zurück.
Für Ihre Anfrage entstehen keine Kosten. Bevor Kosten entstehen, erhalten Sie von uns ein klares Angebot oder wir klären die Kostenübernahme mit Ihrer Rechtsschutzversicherung.
FAQ zu Interactive Brokers + Identitätsmissbrauch
Häufig gestellte Fragen:
1. Ist interactive-brokers.eu.com eine offizielle Domain von Interactive Brokers?
Nein. Die offizielle Website von Interactive Brokers ist unter interactivebrokers.com erreichbar. Die Domain interactive-brokers.eu.com sollte daher nicht mit dem echten Broker verwechselt werden.
2. Gehört user.basiclienthub.com zu Interactive Brokers?
Eine erkennbare Verbindung zwischen user.basiclienthub.com und dem echten Broker Interactive Brokers besteht nicht. Die Seite wurde offenbar als vermeintliche Handelsplattform eingesetzt und ist inzwischen nicht mehr erreichbar.
3. Sind E-Mails von @interactive-brokers.eu.com seriös?
Bei E-Mails von dieser Domain ist erhebliche Vorsicht geboten. Bekannt geworden sind unter anderem die Adressen finance@interactive-brokers.eu.com, dominik.becker@interactive-brokers.eu.com und larsen@interactive-brokers.eu.com.
4. Was ist zu tun, wenn bereits Geld überwiesen wurde?
Weitere Zahlungen sollten zunächst unterbleiben. Zudem sollten sämtliche Zahlungsbelege, E-Mails, Chatverläufe, Telefonnummern, Kontodaten und gegebenenfalls Kryptotransaktionsdaten gesichert werden. Anschließend sollte geprüft werden, ob noch Maßnahmen zur Rückholung oder Sicherung der Gelder möglich sind.
5. Sind die auf der Handelsplattform angezeigten Gewinne echt?
Bei betrügerischen Trading-Plattformen können Kontostände, Gewinne und Handelsbewegungen lediglich technisch dargestellt werden. Aus den Angaben auf der Plattform lässt sich daher nicht ableiten, dass tatsächlich entsprechende Wertpapier- oder Kryptogeschäfte durchgeführt wurden.
6. Wann sollte ein Anwalt eingeschaltet werden?
Bei einem Verdacht auf Online-Trading-Betrug sollte möglichst frühzeitig ein Anwalt eingeschaltet werden. Gerade bei bereits erfolgten Zahlungen kann der Zeitfaktor eine wesentliche Rolle spielen.