Primary Markets: FMA warnt vor primary-markets.com
Finger tippt auf eine Tastatur mit dem Text "Online-Trading-Betrug" und einem Vorhängeschloss.

Primary Markets (primary-markets.com):
Warnung vor Trading- und Vermögensverwaltungsangeboten

Unter der Internetadresse primary-markets.com tritt ein Anbieter unter der Bezeichnung Primary Markets auf. Angeboten werden unter anderem Trading-Dienstleistungen und eine angebliche Vermögens- beziehungsweise Portfolioverwaltung. Der Internetauftritt vermittelt dabei den Eindruck eines professionellen Finanzdienstleisters.

Anleger sollten jedoch äußerst vorsichtig sein. Die österreichische Finanzmarktaufsicht FMA warnt ausdrücklich vor Primary Markets. Nach Angaben der Behörde verfügt der Anbieter nicht über die erforderliche Berechtigung, konzessionspflichtige Wertpapiergeschäfte in Österreich zu erbringen.

Kurz erklärt

Die FMA veröffentlichte am 25. August 2026 eine Warnung vor Primary Markets und nennt dabei ausdrücklich die Internetseite primary-markets.com. Außerdem führt die Behörde E-Mail-Adressen unter dieser Domain sowie angebliche Standorte in Wien, Berlin und Zürich auf.

Nach Angaben der FMA ist Primary Markets nicht berechtigt, in Österreich konzessionspflichtige Wertpapierdienstleistungen zu erbringen. Die Warnung betrifft insbesondere die Portfolioverwaltung.

Eine solche Warnung ist auch für Anleger aus Deutschland oder der Schweiz von erheblicher Bedeutung. Wer bereits Geld an Primary Markets überwiesen hat oder zu weiteren Einzahlungen aufgefordert wird, sollte keine weiteren Zahlungen leisten, bevor der Sachverhalt geprüft wurde.

Primary Markets: Auffälligkeiten bei Standorten und Unternehmensangaben

Primary Markets nennt angebliche Standorte in Wien, Berlin und Zürich. Mehrere internationale Geschäftsadressen können zunächst den Eindruck eines etablierten Unternehmens vermitteln.

Entscheidend ist jedoch, ob hinter dem Angebot tatsächlich ein klar identifizierbares und beaufsichtigtes Unternehmen steht. Aus einem seriösen Internetauftritt sollte eindeutig hervorgehen,

  • welche Gesellschaft Vertragspartner ist,
  • wo diese Gesellschaft registriert ist,
  • wer sie vertritt und
  • welche Finanzaufsichtsbehörde für sie zuständig ist.


Allein die Angabe verschiedener Geschäftsadressen oder eines vermeintlichen Impressums reicht hierfür nicht aus.

Besonders schwer wiegt, dass nach der offiziellen Warnung der FMA gerade keine entsprechende Berechtigung für die angebotene Portfolioverwaltung besteht.

Primary Markets wirbt mit Hebel von bis zu 200x

Eine weitere Auffälligkeit betrifft die angebotenen Handelsbedingungen. Primary Markets wirbt bei seinen Kontomodellen offenbar mit einem Hebel von bis zu 200x.

Ein derart hoher Hebel führt dazu, dass bereits geringe Kursbewegungen erhebliche Auswirkungen auf das eingesetzte Kapital haben können.

Für Privatkunden gelten beim CFD-Handel innerhalb der Europäischen Union wesentlich niedrigere Hebelbegrenzungen. Ein Angebot mit einem Hebel von bis zu 200x sollte deshalb besonders kritisch betrachtet werden.

Dies gilt umso mehr, wenn gleichzeitig Begriffe wie Vermögensverwaltung, Portfolioverwaltung, persönliche Betreuung oder professionelle Handelsstrategien verwendet werden. Solche Bezeichnungen können Sicherheit vermitteln, obwohl es sich tatsächlich um hochriskante Handelsangebote handeln kann.

Auszahlung bei Primary Markets wird verweigert?

Besondere Vorsicht ist geboten, wenn Anleger bereits Geld bei Primary Markets eingezahlt haben und es anschließend zu Schwierigkeiten bei einer Auszahlung kommt.


Typische Warnzeichen bei problematischen Trading-Angeboten sind beispielsweise zusätzliche Forderungen nach

  • Steuern,
  • Provisionen,
  • Gebühren,
  • Sicherheitsleistungen,
  • Liquiditätsnachweisen oder
  • weiteren Einzahlungen.


Betroffene sollten in einer solchen Situation nicht versuchen, durch weitere Zahlungen eine Auszahlung zu ermöglichen. Stattdessen sollte geprüft werden, wohin die bisherigen Zahlungen geflossen sind und welche Möglichkeiten bestehen, die Zahlungswege nachzuverfolgen.

Was sollten Betroffene unternehmen?

1. Keine weiteren Zahlungen leisten
Wer von Primary Markets zu zusätzlichen Einzahlungen aufgefordert wird, sollte zunächst keine weiteren Gelder überweisen. Dies gilt insbesondere dann, wenn Zahlungen angeblich Voraussetzung für die Freigabe eines Guthabens oder einer Auszahlung sein sollen.

2. Beweise und Zahlungsunterlagen sichern
E-Mails, Chatverläufe, Telefonnummern, Vertragsunterlagen, Kontoauszüge, Überweisungsbelege sowie gegebenenfalls Wallet-Adressen und Transaktionsdaten sollten vollständig gesichert werden.

3. Rechtliche Möglichkeiten kurzfristig prüfen lassen
Je schneller die Zahlungswege nachvollzogen werden, desto eher können mögliche Maßnahmen gegenüber Banken, Zahlungsdienstleistern, Kryptobörsen oder weiteren beteiligten Stellen geprüft werden.

Fazit: FMA warnt vor Primary Markets

Die Warnung der österreichischen FMA vor Primary Markets und primary-markets.com ist ein erhebliches Warnsignal. Nach Angaben der Finanzaufsicht verfügt der Anbieter nicht über die erforderliche Berechtigung zur Erbringung der genannten Wertpapierdienstleistungen.

Auch angebliche Standorte in Wien, Berlin und Zürich oder ein professionell wirkender Internetauftritt ändern daran nichts.

Zusätzliche Vorsicht ist aufgrund des beworbenen Hebels von bis zu 200x geboten. Wer bereits Geld im Zusammenhang mit Primary Markets investiert hat und Probleme bei der Auszahlung feststellt, sollte keine weiteren Zahlungen leisten und die bestehenden Handlungsmöglichkeiten zeitnah prüfen lassen.

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FAQ zu Primary Markets
Häufig gestellte Fragen: 

1. Ist Primary Markets seriös?
Die österreichische Finanzmarktaufsicht FMA warnt ausdrücklich vor Primary Markets. Nach Angaben der Behörde verfügt der Anbieter nicht über die erforderliche Berechtigung für die angebotene Portfolioverwaltung. Anleger sollten das Angebot daher äußerst kritisch beurteilen.

2. Gibt es eine Warnung vor primary-markets.com?
Ja. Die FMA veröffentlichte am 25. August 2026 eine Warnung und nennt ausdrücklich die Domain primary-markets.com.

3. Darf Primary Markets Vermögen verwalten?
Nach Angaben der FMA verfügt Primary Markets nicht über die erforderliche Berechtigung, in Österreich die von der Behörde genannte Portfolioverwaltung anzubieten.

4. Was bedeutet ein Hebel von 200x?
Bei einem Hebel von 200x können mit vergleichsweise geringem Kapitaleinsatz sehr große Positionen bewegt werden. Dadurch können bereits geringe Marktbewegungen erhebliche Gewinne, aber ebenso erhebliche Verluste verursachen. Für Privatkunden gelten beim CFD-Handel in der EU wesentlich niedrigere Hebelgrenzen.

5. Was sollte ich tun, wenn Primary Markets meine Auszahlung nicht durchführt?
Weitere Zahlungen sollten zunächst unterbleiben. Betroffene sollten sämtliche Unterlagen und Kommunikationsverläufe sichern und zügig Rechtsrat einholen.

6. An wen können sich Betroffene wenden?
Betroffene können den Sachverhalt anwaltlich prüfen lassen. Wichtig sind insbesondere die Zahlungswege, die beteiligten Banken oder Kryptodienstleister sowie die vorhandenen Beweise und Kommunikationsunterlagen.

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