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Festgeldvermittler nicht mehr erreichbar?
Was Anleger jetzt beachten sollten

Wer über einen Vermittler im Internet ein Festgeld abgeschlossen hat, sollte aufmerksam werden, wenn die betreffende Website kurze Zeit später nicht mehr erreichbar ist. Besonders auffällig ist dies, wenn auch die bisherigen Ansprechpartner nicht mehr reagieren.

Allein eine verschwundene Internetseite beweist noch nicht, dass mit der Festgeldanlage etwas nicht stimmt. Sie sollte jedoch Anlass sein, die Anlage nicht ungeprüft bis zum Ende der vereinbarten Laufzeit weiterlaufen zu lassen.

Kurz erklärt

Derzeit sind verschiedene Internetseiten mit Festgeldbezug nicht mehr erreichbar. Dazu gehören unter anderem:

  • converion-ag.com
  • festanlageprofi.net
  • zinsvergleichen.de
  • festgeldsucher.de
  • festgeldfinden.de
  • europa-fg.com
  • festgeldpilot24.net
  • aktuelleanlagen.com
  • zinskontor.net
  • renditezins.net


Hinzu kommen weitere inzwischen verschwundene Festgeld- und Zinsportale.

Wer über eine solche Seite bereits einen größeren Anlagebetrag überwiesen hat, sollte die Nichterreichbarkeit des Vermittlers ernst nehmen.

Warum eine verschwundene Festgeldseite auffällig ist

Bei einer Festgeldanlage soll das Geld für eine bestimmte Laufzeit bei einer Bank angelegt werden. Erfolgt die Vermittlung über ein Onlineportal, kann für den Anleger zunächst schwer erkennbar sein, welche Rolle der Vermittler tatsächlich einnimmt.

Verschwindet dessen Internetseite bereits wenige Wochen oder Monate nach Vertragsschluss, stellt sich insbesondere die Frage, ob die versprochene Festgeldanlage tatsächlich eingerichtet wurde.

Das gilt umso mehr, wenn auch Telefonnummern nicht mehr funktionieren oder E-Mails unbeantwortet bleiben.

Professionelle Unterlagen sind kein sicherer Nachweis

Auch problematische Festgeldangebote können professionell gestaltet sein. Anleger erhalten beispielsweise Vertragsunterlagen, Kontoeröffnungsbestätigungen oder Zugangsdaten zu einem vermeintlichen Onlinekonto.

Dort werden teilweise Anlagebetrag, Laufzeit und Zinssatz angezeigt.

Solche Unterlagen oder Anzeigen beweisen jedoch nicht zwangsläufig, dass tatsächlich ein entsprechendes Festgeldkonto bei der genannten Bank eingerichtet wurde.

Auch die Verwendung des Namens einer bekannten Bank oder eines tatsächlich existierenden Finanzunternehmens bietet keine Gewähr. Bei auffälligen Festgeldangeboten kommt es immer wieder vor, dass Daten real existierender Unternehmen verwendet werden, ohne dass diese tatsächlich hinter dem Angebot stehen.

Was sollten Betroffene unternehmen?

1. Beweismittel sichern

Vertragsunterlagen, Überweisungsbelege, E-Mails, Telefonnummern, Namen der Ansprechpartner sowie vorhandene Screenshots sollten vollständig gesichert werden.

2. Nicht bis zum Laufzeitende abwarten

Ist der Vermittler plötzlich verschwunden, sollte insbesondere bei größeren Anlagebeträgen nicht ungeprüft darauf vertraut werden, dass das Geld nach Ablauf der Festgeldlaufzeit automatisch zurückgezahlt wird.

3. Festgeldanlage anwaltlich prüfen lassen

Welche Schritte sinnvoll sind, hängt unter anderem vom Zahlungsempfänger, der Empfängerbank, der angeblichen Festgeldbank und den vorhandenen Unterlagen ab. Diese Punkte sollten möglichst frühzeitig anwaltlich geprüft werden.

Fazit

Wenn die Internetseite eines Festgeldvermittlers kurze Zeit nach Vertragsschluss oder Überweisung des Anlagebetrages nicht mehr erreichbar ist, handelt es sich um eine erhebliche Auffälligkeit.

Die Nichterreichbarkeit allein beweist noch kein Fehlverhalten. Kommt jedoch hinzu, dass Ansprechpartner nicht mehr reagieren oder Zweifel an der tatsächlichen Festgeldanlage entstehen, sollte der Vorgang zeitnah überprüft werden.

Betroffene sollten zunächst alle vorhandenen Beweismittel sichern und die Festgeldanlage anschließend anwaltlich prüfen lassen.

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FAQ
Häufig gestellte Fragen: 

1. Ist eine nicht mehr erreichbare Festgeldseite automatisch unseriös?
Nein. Allein die Nichterreichbarkeit einer Website lässt noch keinen sicheren Rückschluss zu. Verschwindet die Seite jedoch während einer noch laufenden Festgeldanlage und sind zugleich die Ansprechpartner nicht mehr erreichbar, besteht Anlass für eine nähere Prüfung.

2. Was ist wichtig, wenn mein Festgeldvermittler plötzlich nicht mehr erreichbar ist?
Zunächst sollten sämtliche Vertrags-, Zahlungs- und Kommunikationsunterlagen gesichert werden. Anschließend sollte anwaltlich geprüft werden, ob die behauptete Festgeldanlage tatsächlich besteht und welche weiteren Maßnahmen sinnvoll sind.

3. Sollte ich einfach bis zum Ende der Festgeldlaufzeit warten?
Bei einer plötzlich verschwundenen Vermittlerseite sollte insbesondere bei größeren Anlagebeträgen nicht ungeprüft bis zum Laufzeitende abgewartet werden. Eine frühzeitige Prüfung kann entscheidend sein.

4. Können auch bekannte Unternehmensnamen bei problematischen Festgeldangeboten verwendet werden?
Ja. Es kommt vor, dass Namen, Anschriften oder sonstige Daten tatsächlich existierender Unternehmen verwendet werden. Für Anleger kann ein solcher Identitätsmissbrauch auf den ersten Blick kaum erkennbar sein.

5. Welche Festgeldseiten sind derzeit nicht mehr erreichbar?
Zu den derzeit nicht mehr erreichbaren Seiten mit Festgeldbezug gehören unter anderem converion-ag.com, festanlageprofi.net, zinsvergleichen.de, festgeldsucher.de, festgeldfinden.de, europa-fg.com, festgeldpilot24.net, aktuelleanlagen.com, zinskontor.net und renditezins.net.

Wer über eine dieser Seiten eine Festgeldanlage abgeschlossen und bereits Geld überwiesen hat, sollte die vorhandenen Unterlagen sichern und die Anlage zeitnah prüfen lassen.

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